Feierst du schon?

Eine der schönsten Seiten des Katholischseins ist die Freude am Feiern. Vor allem in der außerordentlichen Form des römischen Ritus ist alle Nase lang ein Fest. Würden wir die Weltherrschaft übernehmen, würde die Anzahl der gesetzlichen Feiertage ins unermessliche steigen: Allein die Apostelfeste, die Marienfeste, Anna, Joseph und noch die einen oder anderen Stadt-, Land- und Kontinentspatrone: Feiern, bis der Messias kommt (außer von Aschermittwoch bis Karsamstag, versteht sich).

Nun gibt es ein Fest, auf das sich diese Feierlaune nicht bezieht, und es ist interessant, einmal kurz die Gründe zu beleuchten: Wer sich katholisch (oder womöglich „gut-katholisch“) nennt, der hat normalerweise ein Problem mit Halloween.

Zuerst ist da sicher der gewichtigste Grund: Halloween wird als Geister- und Dämonenfest begangen und ist damit dem Katholiken an sich in seiner Skepsis gegenüber dem Okkulten nicht besonders zugänglich. Nun muss man sich aber vergegenwärtigen, dass die Existenz der unsichtbaren Welt selbstverständlicher Bestandteil des katholischen Glaubens ist, und auch die Darstellung von Hexen, Zauberern und Monstern ist keinesfalls unkatholisch. Katholische Kirchen waren jahrhundertelang übersät mit Bildern und Darstellungen von Geisterwesen und Teufeln. Das hat offensichtliche Gründe, wie etwa, dass man sich ein Bild macht von dem, was man nicht versteht, und es sich so besser greifen und erfassen lässt, aber auch geheimnisvollere, die etwas damit zu tun haben, dass Leben und Tod eng miteinander verzahnt sind, dass die unsichtbare Welt Einfluss auf die sichtbare hat, und der Mensch in ritueller Weise mit diesem Einfluss umgeht (normalerweise, in dem er sich guten Mächten anvertraut und die bösen in die Flucht schlagen will). Halloween ist der „All hallows Eve“, also der Vorabend, die Vigil, zu Allerheiligen, und steht auch im Zusammenhang mit Allerseelen, wie auch das mexikanische Pendant, der „Dia de los Muertos“. Dass die Toten und die Geister jeweils auf ihre Art zur Schöpfung dazugehören, ist an sich erst einmal nicht okkult. Im Gegenteil: Fern halten sollte man sich von allem, was mit Beschwörung etc. zu tun hat – gerade das bunte, fröhliche Feiern, meinetwegen in grauenhaften Kostümen, ist aber geradezu das Gegenteil von „okkult“, denn es sucht keinen Kontakt zu einer verborgenen Welt, sondern zerrt sie ins Licht. Damit ist eine Grundaussage: Wir haben keine Angst vor Teufel, Tod und Hölle, denn wir haben Christus, das Licht, die Wahrheit, das Leben selbst.

Garniert wird der Vorwurf des Dämonischen gerne mit dem üblichen gegen katholische Feste vorgebrachten Argument: Es habe heidnische Wurzeln.

Dazu muss man sagen: Bis auf Menschen, die ihre Herkunft zweifelsfrei auf Judenchristen des 1. Jahrhunderts zurückführen können, haben wir alle „heidnische“ Wurzeln. Dieses Argument ist, ich wiederhole mich, ein puritanisch-evangelisches, mit dem in den USA zeitweise auch schon Weihnachten verboten worden ist. Da Halloween vorrangig im amerikanischen Kulturraum gefeiert wird, ist auch nachvollziehbar, wieso dieses Fest im puritanischen Amerika  bis zur Unkenntlichkeit kommerzialisiert wurde: Verbringt man seine Zeit mit Kaufen und Verkaufen, macht man sich über den spirituellen Sinn keine Gedanken – und das soll so sein, denn mit evangelischem Bibelchristentum hat ein katholisches Fest normalerweise wenig zu tun!

Der Katholizismus ist keine Einheitskultur, die über alle Kulturen übergestülpt wurde. Das Evangelium ist eine Einheitsbotschaft, die aber in jeder Kultur spezifisch und ihr entsprechend angenommen wird. So wie keine zwei Menschen gleich werden, in dem Augenblick, in dem sie Christus annehmen, sondern zwei völlig unterschiedliche Menschen bleiben, von denen der eine weiterhin Kricket, der andere Schach spielen wird, so haben auch die germanische, keltische, syrische, römische oder aztekische Kultur den Katholizismus angenommen. Althergebrachte Bräuche wurden daraufhin auf ihren Wahrheitsgehalt überprüft, und alles, was nicht eindeutig gegen den Glauben stand, konnte, bereinigt um Irrtümer, seine Heimat im Kirchenvolk behalten bzw. in christianisierter Form finden.

Da Menschen aller Zeiten gefeiert haben, und diese Feste auch immer etwas mit dem Kosmos und der natürlichen Ordnung der Dinge (Geburt, Wachstum, Ernte, Tod) zu tun haben, und da Gott die Welt genauso geschaffen hat, dass diese Dinge in der immer gleichen Reihenfolge auftreten, sich also zyklische Feste anbieten, ist es also kein Problem, wenn ein Fest vor Christus als heidnisches Fest begangen und schließlich mit dem christlichen Sinn seinen eigentlichen Sinn erst erhalten hat – denn vor der Offenbarung konnte man ja logischerweise die Offenbarung nicht kennen, und damit auch nicht den ganzen Sinn der Feste.

Was die – zugegeben ärgerliche – Kommerzialisierung betrifft: Ich kenne selbst katholische Familien, die sagen, „Weihnachten ohne Geschenke geht nicht, obwohl es uns total nervt“. Offenbar ist hier der christliche Sinn bereits stark überlagert vom „bürgerlichen“! Auch ist etwa das Christkind keineswegs das Jesuskind, sondern ein blondes Engelwesen, das gegen den (katholischen) Nikolaus (Santaclaus) in Stellung gebracht wurde, um die Heiligenverehrung im Vorlauf des Christfestes einzudämmen. Hier sehen wir also, dass die Doppelstrategie aus Entfernung spezifisch religiöser Inhalte und Ersatz durch Kommerz, bei Weihnachten voll durchgeschlagen hat. Dennoch richtet sich keine aggressive Propaganda gegen das Weihnachtsfest (außer natürlich von puritanisch angehauchten Freikirchlern). Dieses Problem ist also allgemein der säkularen Gesellschaft geschuldet, die feiern will, aber nicht das Gesamtpaket. Daher werden Feste aller religiösen Inhalte beraubt, während man einige Riten beibehält, um den spirituell ausgehungerten Menschen ein Pseudoritual zu geben.

Ein anderes Argument ist das der kulturellen Verwurzelung: Halloween ist im deutschen Kulturraum unbekannt. Stimmt. Allerdings sollte man nicht einfach bloß einem antiamerikanischen Reflex folgen: Wir trinken schließlich auch Coca Cola. Auch braucht man, in gut katholischer Manier, nicht ein Fest gegen ein anderes ausspielen: Wer am 31. November verkleidet durch die Nachbarschaft zieht, kann dies am 11. November doch noch einmal mit Laternen und Liedern tun! „Et-Et“ nennt man dieses Prinzip, und für die Süßigkeitenausbeute vor dem Beginn der kleinen Fastenzeit ist es jedenfalls vorteilhaft, zwei katholische Gründe zum Süßigkeiten jagen zu haben.

Statt herumzunörgeln, sollte man also lieber konstruktiv überlegen, wie man Halloween dem Christentum zurückgibt.

Ich selbst war übrigens früher Anhänger der Antihalloween-Fraktion, zum einen aus kulturellem Chauvinismus heraus (was soll dieser amerikanische Schund bei uns?) und aus religiösen Gründen. Ich erinnere mich noch, „Hallo Luther“-Bonbons besessen zu haben, die als Süßigkeiten verschenkt werden sollten. Mittlerweile ist Halloween für mich aber Pflicht. Denn meiner Ansicht nach ist der effektivste und beste Grund, Halloween zu feiern, dass es auf den 31. Oktober fällt, und damit auf den  tatsächlichen Tag des Grauens: Das Reformationsgedenken. Das könnte ein Grund sein, um sich z.B. in dieses geniale Kostüm zu hüllen. Den Vorabend des Allerheiligenfestes zu begehen, dann auch noch ausgelassen mit Verkleidung und Süßigkeiten – das ist Luther right in da face. Lässt sich nur noch vervollkommnen durch Erwerb der Allerseelenablässe in der Woche darauf. Diese genüssliche antireformatorische Gelegenheit lasse ich mir sicher nicht entgehen!

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9 Kommentare

  1. (außer von Aschermittwoch bis Karsamstag, versteht sich)

    najanaja…

    Matthias… Thomas… Patrick… Josef… Verkündigung…

    wir können sogar das Feiern *während* der Fastenzeit, und zwar *ohne* sie dabei wirklich zu unterbrechen.

    (Wer z. B. das mit der einmaligen Sättigung macht, kann am Patricksfest statt dem Starkbier durchaus auch gern zwei, drei Guiness trinken – er muß nicht einmal sein Fasten lockern…)

  2. zum eigentlichen Thema:

    Zustimmung (großteils).

    Deswegen mag ich aber Halloween trotzdem nicht und war vor ein paar Jahren mal richtig froh, daß in meiner Stammkneipe außer ein paar Gästen weder Raum noch Kellnerinnen irgendwie halloweenmäßig kostümiert waren. Hab dann gemütlich ein paar Bier getrunken und bin heim.

    Die Vigil von Allerheiligen: leider wurde die anscheinend wie die Apostelvigilien noch vor 1962 abgeschafft, d. h. man darf sie nicht mehr in der Messe feiern… außer halt eine Vorabendmesse im neuen Ritus… (*manchmal* hat der ja teilweise kürzlich abgeschaffte gute Sachen echt wieder zurückgebracht wie auch auch teilweise bei den Lesungen der Osternacht, aber ich schweife ab…)

    That said, hierzulande ist in der Regel hl. Wolfgang, Eigenfest dritter (?; anscheinend im alten Ritus doch nicht) oder ein paar Häuser weiter erster Klasse.

  3. Was mich Halloween gegenüber kritisch stimmt ist nicht das Feiern an sich. Es ist die verkrampfte Suche nach dem feiern ohne positiven Anlass. Wenn Anhänger solcher Feiern einen Grund vorbringen, ist dieser meist der heidnisch-keltische Brauch. Und eben diese Wurzel kann m.E. ein Einfallstor für den Bösen Feind sein. Wir feiern Fastnacht mehr oder minder ausgelassen. Aber wenn solche Feiern zur Orgie ausarten, weil der Zusammenhang vergessen wurde, weil sie nicht ein „Ventil“ vor einer Zeit der Umkehr und Buße sind, dann sind auch sie mir zuwider.
    Goethe beschreibt sehr schön den römischen Karneval – bunt, ausgelassen, fröhlich. Ein solches Fest erfreut alle Menschen gleichermaßen. Aber mit Halloween als möglich gruseliger Zurschaustellung von jenseitigen (und auch fiktiv grausigen) Mächten kann ich nichts anfangen. Und so ärgert es mich auch, dass gerade Kinder in solche Kostüme gesteckt werden und sich bettelnd und drohend durch die Nachbarschaft bewegen.

    • Ich kann einen Teil des Einwands gut verstehen. Wie ja deutlich wird, stört mich die Sinnentleerung ebenfalls. Ich denke nur, dass man als Christ eben eine Gegenkultur aufbauen kann. Auch stimme ich zu, dass bei den ausgelassenen Feiern dennoch darauf zu achten ist, nicht über die Stränge zu schlagen. Es gibt immer einen Unterschied zwischen fröhlichem Feiern und Orgien, und ich denke, dass da häufig zu viel kölsche Indifferenz gegenüber der Sünde herrscht, so, als sei es quasi „okay“ einfach mal einen Abend oder drei Tage lang völlig auszurasten, was natürlich nicht stimmt. Dies gilt natürlich für alle Feste!

      Wo ich nicht übereinstimme: Die Fastnacht hat im süddeutschen Raum eindeutig sehr gruselige Elemente, ebenso in der Schweiz. Das ist kein rheinisches Gutelaunefest dort! Insofern ist das gruselige keineswegs problematisch, meine ich. Dass man „damit nichts anfangen“ kann, finde ich übrigens völlig legitim. Ich kann mit den wirklich wilden Bräuchen der süddeutschen Fasnächte auch absolut nix anfangen, andere finden Funkenmariechen vielleicht ganz entsetzlich.

      Dass allerdings etwas wie Halloween ein Einfallstor für den bösen Feind sein könnte, finde ich etwas übertrieben. Das KANN schließlich so ziemlich alles sein, wenn es nicht mit der rechten Einstellung getan oder gedacht wird! Und gerade „heidnisch-keltisch“ muss schon mit wirklich einiger „Energie“ und einigem Willen zum Götzendienst betrieben werden, um irgendetwas negatives zu bewirken, schließlich handelt es sich dabei zu mindestens 95% um historisch völlig abwegige Projektion einer ominösen goldenen Zeit, die mit echtem Heidentum nichts zu tun hat.

      • Liest man übrigens die originalen Halloween-Geschichten, so ist dort von Heidentum und Keltentum wenig die Rede, sondern von einer Gestalt, die ganz offensichtlich (!) einem genuin christlichen Kontext entsprungen ist und das volkstümliche Christentum anscheinend sehr stark beschäftigt hat, mag man sie auch vom theologischen Standpunkt schnell als „gibt’s nicht“ bzw. als „dafür haben wir doch das Fegefeuer“ abqualifizieren:

        der Idee, daß jemand, hier ein Ire namens Jack „Drunk Jack“ Oldfield a.k.a. Jack O’Lantern für den Himmel zu schlecht und für die Hölle zu gut war.

        (Siehe dazu übrigens in modernerer Literatur Ödon von Horvaths „Himmelwärts“.)

        Was die Leut so angeben, nun, die reden allgemein viel Unsinn.

  4. Zu dem, was Herr Dr. Wiese gesagt hat: Holen wir doch mal wieder unseren Chesterton heraus.

    Es war einmal auf einer Insel ein fröhliches und unschuldiges Volk, hauptsächlich Hirten und Erdgräber. Sie waren, wie alle primitiven und einfachen Seelen, Republikaner; sie besprachen ihre Angelegenheiten unter einem Baume, und das, was bei ihnen einem persönlichen Herrscher am nächsten kam, war eine Art Priester oder Weißmagier, der für sie die Gebete sprach. Sie beteten die Sonne an, nicht auf götzendienerische Weise, sondern als die goldene Krone des Gottes, den alle solche Kinder fast genauso deutlich sehen können wie die Sonne.

    Nun sagte diesem Priester sein Volk, daß er einen großen Turm bauen solle, der als Salut an den Sonnengott zum Himmel zeige; und er dachte lange nach, bevor er seine Materiale auswählte. Denn er war entschlossen, nichts zu verwenden, daß nicht fast so klar und exquisit war die der Sonnenschein selbst; er würde nichts gebrauchen, was nicht so weiß gewaschen war, wie der Regen den Himmel waschen kann; nichts, das nicht so makellos funkelte wie diese Krone Gottes. Er würde nichts Groteskes oder Obskures verwenden, nicht einmal etwas Empathisches oder auch nur Geheimnisvolles. Er würde alle Bögen so leicht wie Gelächter und so luzide wie die Logik bauen. Er erbaute den Tempel mit drei konzentrischen Höfen, jeder kühler und exquisiter als der andere. Als öußere Mauer war eine Hecke weißer Lilien […]; die Mauer innerhalb war aus Kristall, der die Sonne in eine Million Sterne brach. Und die Mauer innerhalb von dieser, nämlich der Turm selbst, war ein Turm reinen Wassers, hochgezwungen als immerwährende Fontäne; und auf der höchsten Spitze dieses schäumenden Pfeilers war ein großer, gleißender Diamant, den das Wasser ewig hochschoß und wieder einfing, wie ein Kind, das einen Ball fängt.

    „Nun“, sagte der Priester, „habe ich einen Turm gemacht, der der Sonne doch ein Stück weit würdig ist.“

    Aber um diese Zeit fiel ein Schwarm Piraten ein; und die Hirten mußten rauhe Krieger und Seeleute werden; und zuerst wurden sie gänzlich in Blut und Scham niedergeworfen; und die Priaten hätten das Juwel, das ihre heilige Quelle für immer hochhielt, durchaus ihnen rauben können. Aber dann, nach Jahren des Horrors und der Demütigung, gewannen sie ein wenig zurück; und da ihnen die Niederlage nichts ausmachte, begannen sie zu siegen. Und der Stolz der Piraten wurde mit den Piraten selbst seekrank, nachdem sie ein paar unerwartete Schläge einstecken mußten; und endlich zog sich die Invasion in die leeren Meere zurück, und die Insel war frei.

    Und aus irgendeinem Grunde begannen die Menschen, von dem Tempel und der Sonne anders zu sprechen. Einige sagten in der Tat: „Man darf den Tempel nicht antasten; er ist klassisch; er ist vollkommen, denn er erlaubt keine Unvollkommenheit.“ Aber die anderen sagten: „Und darin unterscheidet er sich von der Sonne, die auf Böse und Gute, auf Schlamm und Monster überall scheint. Der Tempel ist einer des Mittags; er ist aus weißen Marmorwolken und einem Saphirhimmel gemacht. Aber die Sonne ist nicht immer Mittagssonne. Die Sonne stirbt jeden Tag; jede Nacht wird sie [original: „er“] in Blut und Feuer gekreuzigt.“

    Nun hatte der Priester den ganzen Krieg hindurch gelehrt und gewehrt [taught and fought], und sein Haar war weiß geworden, aber seine Augen jung. Und er sagte: „Ich hatte Unrecht; sie haben recht. Die Sonne, das Symbol unseres Vaters, gibt Leben all diesen irdischen Dingen, die voller Häßlichkeit und Energie sind. Alle Übertreibungen sind richtig, wenn sie nur das richtige Übertreiben. Laßt uns auf den Himmel weisen mit Fangzähnen und Hörnern und Finnen und Rüsseln und Schwänzen, die so lange sind, daß sie alle zum Himmel zeigen. Die häßlichen Tiere preisen Gott so viel wie die schönen. Die Augen des Frosches stehen vor, weil er zum Himmel schaut. Der Hals der Giraffe ist lang, weil sie sich zum Himmel hinstreckt. Der Esel hat Ohren zum Hören; er höre.“

    Und unter der neuen Inspiration planten sie eine unwerfende Kathedrale gotischer Art, über die alle Tiere der Erde kreuchten und fleuchten, und alle möglichen häßlichen Dinge eine einzige gemeinsame Schönheit bewirkten, weil sie alle den Gott anriiefen. Die Säulen des Tempels wurden behauen wie Giraffenhälse, die Kuppel war wie eine häßliche Schildkröte; und die höchste Turmspitze war ein Affe, der auf seinem Kopf stand und dessen Schwanz zur Sonne zeigte. Und doch war das Ganze schön; denn es erhobsich in einer einzigen lebendigen, religiösen Geste, wie ein Mann seine Hände im Gebet.

    (G. K. Chesterton, On Gargoyles, aus: Alarums and Discursions, Kap. 2)

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