Ergebnisoffen?

Jobo72's Weblog

Zur Beratung schwangerer Frauen in Konflikt- und Notsituationen.

Die Beratung schwangerer Frauen in Konflikt- und Notsituationen habe ergebnisoffen zu erfolgen. Alles andere sei Heuchelei, nehme die Frau in ihrem Konflikt, in ihrer Not nicht ernst. Besonders die katholische Kirche steht in diesem Zusammenhang in der Kritik, weil und soweit sie daran festhält, keinen Beratungsschein auszustellen, den es für die straffreie Abtreibung nach § 218 StGB braucht. Was ist davon zu halten?

Zunächst ist es so, dass die Beratung immer zum Leben erfolgen muss – und nicht neutral. In § 219 StGB wird festgelegt, dass „[d]ie Beratung [..] dem Schutz des ungeborenen Lebens [dient]“. Weiter heißt es dort: „Sie hat sich von dem Bemühen leiten zu lassen, die Frau zur Fortsetzung der Schwangerschaft zu ermutigen und ihr Perspektiven für ein Leben mit dem Kind zu eröffnen; sie soll ihr helfen, eine verantwortliche und gewissenhafte Entscheidung zu treffen. Dabei muß der Frau…

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3 Kommentare

  1. Ich finde, das klärt einigermaßen die Fronten. In einem schwangerschaftskonflikt wuerde ich dann, falls ich mir sicher wäre, eine Abtreibung zu wollen, eine katholische Beratungsstelle meiden – bräuchte ich doch noch einen zweiten Termin anderswo für den beratungsschein. Wäre ich mir unsicher, würde ich dorthin gehen, um mich überzeugen zu lassen.

    • Nun, dabei vergessen Sie, dass Abtreibung verboten ist: Beratung muss zum Leben hinführen wollen, und eine Frau, die einfach bloß „nicht will“ dürfte rechtlich gesehen keinen Schein bekommen. Sie sagen natürlich, wie es ist, aber so ist es eben nicht im Sinne des Erfinders.

      • Ja, klar. Verboten u unter bestimmten Umständen straffrei. Nun habe ich mich letztes Jahr anlässlich meiner Schwangerschaft intensiver mit dem thema auseinandergesetzt und mich relativ viel in foren getummelt, in denen frauen in Schwangerschafskonflikten schrieben. Die wussten durch die bank schon, dass Abtreibung ethisch nicht so ganz unumstritten ist und machten sich die Entscheidung, sofern man das von aussen beurteilen kann, nicht leicht. Wenn ich in dieser Situation schon ausführlich hin und her ueberlegt hätte und mich informiert hätte – und das hatten diese frauen – wuerde ich nicht zweimal wo meinen fall vortragen wollen, wo man mich zweimal ähnlich beraet, aber mir nur einmal einen schein ausstellt. Ich hätte nämlich ziemlich zeitdruck und höchstwahrscheinlich jede menge andere Probleme. Zum “nicht will“ – die Frauen haben Gründe, warum siesich nicht 20+ jahre voll und ganz einem kind widmen wollen. Die haben doch nicht nur einfach keinen bock. In den foren waren das w ie zu erwarten war soziale gruende u kranke Embryonen. Als mutter von einen ungewuenschten und einem wunschkind bin ich immer mehr dagegen, frauen zur mutterschaft zu zwingen. Wir zwingen ja auch maenner nicht dZu, 20+ jahre einen ungeliebten job auszuueben. Und kein job ist an Intensität vergleichbar mit der sorge für ein kind 24/7. Das Oll nur durchziehen, wer es auch wirklich will.

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