+++Breaking: Eklatanter Anstieg von Straftaten im Bistum Essen+++

<<<Nachtrag: Link zur Predigt des Bischofs zur Eröffnung des Jahres der Barmherzigkeit>>>

Nach neuesten Statistiken ist die Kriminalität im Bistum Essen seit der Eröffnung des Jahres der Barmherzigkeit sprunghaft angestiegen. Verantwortlich dafür ist laut Polizeipressesprecher ein eklatanter Anstieg von Verbrechen, die durch bekennende Katholiken verübt werden. Als Grund geben sie an, dass sich inhaftieren zu lassen die einzige Möglichkeit sei, den besonderen Ablass zu erhalten, der mit dem Durchschreiten einer Heiligen Pforte verbunden ist. Das Bistum Essen ist das einzige deutsche Bistum ohne Heilige Pforte, obwohl Papst Franziskus dazu aufgerufen hat, in jedem Bistum eine solche zu errichten, um allen zu ermöglichen, einen Ablass zu gewinnen. Außerdem hat er alle Türen von Gefängniszellen zu solchen Pforten erklärt.

Nun versuchen Katholiken, durch schwere Straftaten oder die Vortäuschung solcher zumindest in Untersuchungshaft genommen zu werden, um die entsprechenden Ablässe zu erhalten.

Aufsehen erregte zuletzt der Fall einer Familie im Sauerland, in der 11 Kinder die Ermordung ihres Bruders vortäuschten. Kaum waren sie in Untersuchungshaft, stellte sich heraus, dass dieser in Sharm El Sheikh untergetaucht war. Der totgeglaubte Joseph J. gab bei seiner Befragung an, dass er seinen Geschwistern lediglich die Gewinnung eines Ablasses hatte ermöglichen wollen. Eine Reise nach Rom für die ganze Familie wäre zu teuer gewesen, und so hätte die Familie alle Ersparnisse zusammengebracht, um ihren Sohn von Schleusern über das Mittelmeer nach Ägypten schmuggeln zu lassen.

Auch außerhalb des Bistums machen Essener von sich reden: Auf der Kölner Domplatte spielen sich regelmäßig tumultartige Szenen ab, bei denen Massen von Gläubigen aus Essen versuchen, sich Zugang zur Heiligen Pforte des Kölner Domes zu verschaffen. Dabei Festgenommene wurden mit beseligtem Lächeln abgeführt in der Erwartung, bald zumindest durch eine Gefängnistür zu schreiten.

Den Höhepunkt erreichte die Gewaltwelle in der Nacht zum Dienstag, als Vermummte versuchten, eine Wand des Essener Doms einzurammen. Die zuerst fälschlich für IS-Sympathisanten gehaltenen Tatverdächtigen erwiesen sich als „gute Katholiken“, die nach eigenen Angaben eine außerordentliche Pforte in Eigenregie einrichten wollten. „Deus lo vult“, soll einer der Fanatiker laut Augenzeugenberichten bei seiner Verhaftung ausgerufen haben.

Kritiker innerhalb der katholischen Kirche, insbesondere ZDK und BDKJ, haben zu Gelassenheit aufgerufen: Angesichts der Abschaffung des Fegefeuers durch Benedikt XVI. im Jahre 2007 bestehe keinerlei Grund, einen Ablass zu erwerben.

Mittlerweile hat sich im Bistum ein reger Handel mit gefälschten Ablässen etabliert. Die Friedfertigen unter den Essener Katholiken, die sich nicht eines Verbrechens strafbar machen wollen, kaufen zu Tausenden zu völlig überhöhten Preisen angeblich vom Heiligen Vater selbst autorisierte Ablässe. Mittlerweile ist auch der Heilige Stuhl auf diesen Missstand aufmerksam geworden und bittet die Gläubigen, nicht auf derlei vorreformatorische Praktiken hereinzufallen. Für die Gewalttäter hat der Papst aber Verständnis. Auf seiner Flugreise nach Cuba nach seiner Einschätzung gefragt, antwortete der Heilige Vater: „Nun, gerade in Deutschland sind viele Reiche. Sie wissen es: Der Herr hat gesagt, eher geht ein Kamel durch ein Nadelöhr, eher durch ein Nadelöhr!, als dass ein Reicher in den Himmel kommt. Sie verstehen. So viele Deutsche müssen im Fegefeuer ausharren – und nun, wenn ein Mensch für einen lieben Verstorbenen einen Ablass gewinnen will – und dafür, nun, und dieser Unglückliche dafür ein Verbrechen begehen muss – wer bin ich, zu urteilen?“

Polizei und Politik rufen nun das Bistum dazu auf, eine Heilige Pforte zu errichten.

 

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5 Kommentare

  1. Sie sind einfach wundervoll. Der Kommentar des Hl. Vaters könnte direkt von Radio Vatican abgeschrieben sein – diese Wiederholung…
    Alles in allem bin ich aber glücklich, im Erzbistum Paderborn zu leben und regelmäßig nach Bayern zu kommen, so dass ich das Gefängnis vermeiden kann…

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