10 Dinge, die ich an Diskussionen mit Nichtkatholiken hasse 3: Pathologisierung

Nein. Gott ist nicht meine Lebenskrücke. Er ist nicht für mich da, damit ich nicht mehr rauche und nicht mehr trinke. Er ist nicht dazu da, meine Komplexe zu kompensieren. Er ist der Schöpfer aller Dinge, der uneingeschränkte Herrscher über das All, Herrgottnochmal. Was heißt denn hier „Schön, wenn dir das hilft, deinem Leben Sinn zu geben.“? „Es ist gut, dass du so etwas hast, was dir Kraft gibt!“ Arrrgh. Gottes Existenz hängt nicht davon ab, wie sehr ich ihn brauche. Er hängt absolut (sic!) gar nicht von mir ab. Das überheblich-milde Lächeln der psychologisch bewanderten Agnostiker ist unerträglich, und ich weiß, dass sie äußert unmilde reagieren, wenn man eben dieses ihnen angedeihen lässt. Ja. Ohne Gott wäre ich ein gnadenloser Massenmörder. So bin ich ein gnadenloser Massenmörder, der von einer säkularen Gesellschaft domestiziert und daran gehindert wird, Hexen, Häretiker und Homosexuelle umzubringen. Ich brauche Gott, um gesellschaftlich integrierbar zu sein. Gott darf nach postmoderner Diktion nicht einmal mehr mein Opium sein, das mich mit fin-de-siècle Dekadenz umwölkt. Gott ist mein Ritalin.

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2 Kommentare

  1. Der Artikel ist ein Volltreffer.

    >>Gott darf nach postmoderner Diktion nicht einmal mehr mein Opium sein, das mich mit fin-de-siècle Dekadenz umwölkt. Gott ist mein Ritalin.

    Genial^^

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